KANDERN Sausenburg
Auf dem 665 m hohen Sausenberg bei Kandern im Markgräflerland befindet sich die Ruine der Sausenburg. Sie war die Stammburg der Markgrafen von Hachberg-Sausenberg. Die Burg wurde im 13. Jahrhundert erbaut, 1678 während des Holländischen Krieges durch französische Truppen jedoch zerstört. Die Aussichtsplattform des einstigsten Stammsitzes der Herren von Sausenburg bietet einen Panoramablick auf den Blauen, die Vogesen, dem Schwarzwald sowie die Alpen.
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Zwischen dem Tal des Vogelbachs und dem Tal des Lippisbachs liegt auf einem Berg die Burg Sausenburg. Die Ruine stammt aus der Zeit zwischen 1232 und 1246 und wurde im 14. Jahrhundert um die Vorburg erweitert. Mit ihrer eindrucksvollen Ringmauer von zwei Meter dicke und dem runden, hohen Bergfried ist sie ein abgelegenes, ruhiges Ausflugsziel. Von der Burg haben sich Teile der Zwingeranlage, der Gräben, der Ringmauer, der Bergfried und die Fundamente einiger Gebäude erhalten. Von dem Bergfried eröffnet sich eine weite Aussicht über den umliegenden Schwarzwald.
Burg Sausenburg liegt auf einem Bergsporn inmitten tiefer Wälder. Der Weg zur Burg führt vorbei am alten Graben, über eine Treppe in die Kernburg. Über ein Stück fehlende Mauer gelangt man heute auf den Hof der Kernburg, der als nördlichstes Gebäude einen Bergfried aufzuweisen hat.
Die Überreste der Burg belaufen sich auf den Halsgraben mit vorliegender Wallanlage, zwei Mauern, die den Burghof einrahmen und als hohe Schildmauern ausgebaut wurden, kleine und wenige Reste der Vorburg, die Fundamente der Brückenanlage, sowie auf den Zwinger mit ehemaligem Wehrturm und den Bergfried, der wieder aufgebaut wurde und betretbar ist. Über eine Holztreppe gelangt man auf die Aussichtsfläche, die eine schöne Aussicht über das Land und auch auf die Burg bietet.
Von der Vorburg existieren nur noch bruchstückhaft Mauern. Der Graben zwischen Vor- und Kernburg ist noch gut zu erkennen, auch lassen sich die Fundamente des Tores und der Brücke bruchstückhaft erahnen. In den alten und bis zu 2 m dicken Gemäuern sind teilweise noch Balkenauflager, Treppenelemente und Rundbögen von Fenstern und Türen zu entdecken. Ein Besuch lohnt sich.
Geschichte der Sausenburg
Zu Beginn des 12. Jahrhunderts schenkten die Herren von Kaltenbach (aus dem Ort Kaltenbach bei Malsburg-Marzell) Ländereien an das Kloster St. Blasien, das so in den Besitz von Sausenberg kam. St. Blasien errichtete weitere Propsteien in Bürgeln, in Sitzenkirch und in Weitenau, von denen das Schloss Bürgeln (Schliengen) als eines der wenigen Barockschlösser in Südbaden noch heute besteht.
1232 erwarben die Markgrafen von Hachberg die Herrschaft Sausenberg vom Kloster St. Blasien, errichteten die Burg zur Sicherung des Gebietes und nahmen ab 1246 hier ihren Wohnsitz. In der Erbteilung unter den Markgrafen von Hachberg erhielt Markgraf Rudolf I. die südlichen Gebiete und wurde 1306 zum Begründer der Hachberg-Sausenberger Linie.
Dieser war mit Agnes von Rötteln vermählt. Er erhielt 1315 von Liuthold II. von Rötteln, deren Onkel und letztem männlichen Vertreter seines Geschlechtes, die Rötteler Herrschaft. In der Folgezeit nahmen die Markgrafen auf Burg Rötteln ihren Sitz, die Sausenburg wurde von Vögten verwaltet.
In der Entwicklung der „Oberen Markgrafschaft“, des späteren „Markgräflerlandes“, ist das der erste Schritt. Ihm folgte am 8. September 1444 der Erwerb der Herrschaft Badenweiler von Johann, dem letzten der Grafen von Freiburg. Beim Übergang an die Hauptlinie der Markgrafen von Baden 1503 spielt die „Landschaft“, die ständische Vertretung des Landes gegenüber dem Fürsten, eine wichtige Rolle, was die Konsolidierung des Landes und das Zusammengehörigkeitsgefühl der drei Herrschaften Rötteln, Sausenburg und Badenweiler belegt.
Die Burg wurde 1678 von der Armee des französischen Marschalls Crequi während des Holländischen Krieges zerstört.
Anreise
Die Burg Sausenburg liegt nahe Malsburg-Marzell bei Vogelbach. Am besten ist die Ortschaft über die B3 oder die A5 und anschließend über Kandern zu erreichen. Die Anlage ist vom Ort aus schon zu sehen. Es existiert ein Waldparkplatz kurz vor Ortsende. Der Fußweg zur Burg beläuft sich auf knapp 1000 m. Das Gelände ist wechselnd im Höhenniveau und das letzte Stück ist relativ steil. Bei Schnee und Eis sind die Waldwege sehr glatt.
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